Home Aktuell Vor Ort Nur Mindestlöhne und gute Arbeit schützen vor Altersarmut - Kommunalpolitik muss Teilhabe sichern und zu Risiken beraten

06. Januar 2012
Nur Mindestlöhne und gute Arbeit schützen vor Altersarmut - Kommunalpolitik muss Teilhabe sichern und zu Risiken beraten

Wolfenbüttel. Der Kreisvorsitzende der LINKEN, André Owczarek, fordert angesichts steigender Altersarmut im Landkreis ein stärkeres Gegensteuern der Politik. "Die Zunahme von Hungerlöhnen, Minijobs und Leiharbeit führt absehbar zu Armut im Alter“, sagte Owczarek. Die Bundesregierung habe auf Anfrage der Linken im Bundestag eingeräumt, dass Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren nur dann eine gesetzliche Rente oberhalb der Grundsicherung erhalten, wenn sie mindestens 10 Euro pro Stunde verdienen. Das unterstreiche die Aussage des Jobcenter-Geschäftsführers Thomas Vogel, dass man mehr Jobs schaffen müsse, die die Menschen ernährten. “Nur ein gesetzlicher Mindestlohn von zehn Euro die Stunde schützt vor Armut im Berufsleben und im Alter”, so Owczarek.

 


Laut einer Schätzung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes werde bereits im Jahr 2025 mindestens  jeder zehnte Rentner in Deutschland auf Grundsicherung angewiesen sein. „Wenn die Bundespolitik nicht gegensteuert, führt das zu einer immensen Herausforderung für die Kommunalpolitik. Wer kaum Geld hat, kann sich gesellschaftliche Teilhabe und Mobilität oft nicht mehr leisten.” Die Kommunalpolitik solle deshalb ehrgeizig das Ziel eines kostenlosen Nahverkehrs und einer Teilhabekarte verfolgen, wie es auch von der Wolfenbütteler Erwerbslosengruppe Lichtblick jüngst vorgeschlagen wurde. Außerdem müsse bereits heute offensiv auf Beratungsangebote gegen Armut im Alter hingewiesen werden. Owczarek kündigte an, dass die Abgeordneten der LINKEN dies in den kommunalen Gremien thematisieren werden.

 

 

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