01. März 2012   Aktuell

Diakonie muss umlenken – der „Dritte Weg“ ist ein Holzweg

Hannover. DIE LINKE im Landtag unterstützt die Beschäftigten der Diakonie im Tarifkonflikt mit ihrem Arbeitgeber. „Die Diakoniebeschäftigten haben mit dem meiner Meinung nach antiquierten sogenannten Dritten Weg besonders schwierige Rahmenbedingungen in ihrer Tarifauseinandersetzung. Umso mehr bewundern wir ihre Entschlossenheit beim ersten streikbegleiteten Arbeitskampf in der Diakoniegeschichte“, sagte Patrick Humke, der sozialpolitische Sprecher der Fraktion. Die Diakoniechefs beharrten stur darauf, sich weiterhin vom Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes abzukoppeln und beförderten damit einen traurigen Wettbewerb über Löhne und Arbeitsbedingungen in den Sozialberufen. „Auch die Diakonie kann bei diesem Wettbewerb nur verlieren“, so Humke. Er kritisierte außerdem, dass die Diakonie ihren Beschäftigten abspricht, sich für eine freie Gewerkschaft wie Verdi als Vertreterin ihrer Interessen bei Tarifverhandlungen zu entscheiden. „Das widerspricht dem im Grundgesetz verbrieften Recht auf Koalitionsfreiheit“, so Humke.

Die von Verdi aufgestellten Forderungen seien angesichts der Arbeitsbelastung und des niedrigen Lohnniveaus im Sozialsektor äußerst moderat. „Fünf Prozent mehr Einkommen, eine bessere Alterszeitregelung, tarifliche Verbesserungen für die Teilzeitbeschäftigten und eine höhere Entlohnung der Nachtarbeit – das sind vollkommen gerechtfertigte Forderungen“, betonte Humke.

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