20. Dezember 2012   Aktuell

DIE LINKE zur Asse-Krebsstudie: Eine Entwarnung ist unseriös; Ausschluss von Asse II als Ursache muss bewiesen werden

Am 20. Dezember 2012 hat der Landkreises Wolfenbüttel eine Studie vorgestellt, wonach es im Umfeld des maroden Atomendlagers Asse keine eindeutigen Hinweise auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Strahlenbelastungen gebe. Vor zwei Jahren hatte eine erhöhte Zahl an Krebserkrankungen in der Samtgemeinde Asse für Schlagzeilen gesorgt. Dazu erklärte Victor Perli, der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Landtag und Mitglied der örtlichen Asse-II-Begleitgruppe:

„In der Studie wurde lediglich untersucht, ob aus den Krankendaten Schlussfolgerungen auf das Atommülllager gezogen werden können. Landrat Röhmann (SPD) hat darauf hingewiesen, dass die Aussagekraft dieser Daten stark eingeschränkt sei. Im selben Atemzug gibt er eine Entwarnung in Bezug auf die Gefahren durch freigesetzte Radioaktivität – das ist unseriös gegenüber der Bevölkerung. Wir brauchen keine Beruhigungspillen sondern eine Beweislastumkehr: Die Asse-Betreiber müssen beweisen, dass die desolate Atommüllkippe nicht die Ursache der Erkrankungen ist. Es ist seit Jahren bekannt, dass durch die Abluft der Asse radioaktive Substanzen freigesetzt werden. Diese ist bei der Asse um ein mehrfaches höher als bei einem Atomkraftwerk."