08. Januar 2013   Aktuell

NPD-Kundgebung in Wolfenbüttel massiv gestört.

Die Nazis blieben unter sich.Die Nazis blieben unter sich.Wolfenbüttel: Für den 07.01.2023 hatte die NPD in Wolfenbüttel eine Kundgebung auf dem Stadtmarkt angemeldet gehabt. Die Stadt Wolfenbüttel untersagte die Kundgebung, weil diese Sicherheitsbedenken hatte. Auch sollte die Kundgebung in der Bannmeile eines Briefwahllokals stattfinden.

Daraufhin zog die NPD vor das Verwaltungsgericht Braunschweig und erstritt die Genehmigung in Wolfenbüttel eine Kundgebung abhalten zu dürfen. Dieser Beschluss war mit Auflagen versehen. Die Veranstaltung der NPD durfte anstatt der vorgesehene drei Stunden nur eine Stunde andauern und die NPD durfte nur auf den südlichen Teil des Stadtmarktes ihre Kundgebung abhalten um die Briefwahl im Briefwahllokal im Rathaus nicht zu behindern.

Die Stadt Wolfenbüttel legte zwar Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg ein, aber dies hatte kein Erfolg.


Als der Wolfenbütter Landtagsabgeordneter Victor Perli (DIE LINKE) von den Plänen der NPD erfuhr, meldete dieser sofort eine Gegenkundgebung bei der Stadt Wolfenbüttel an.


Auch das "Bündnis gegen Rechts" meldete eine Gegenkundgebung an.


Den Aufruf von „Bündnis gegen Rechts", Vicktor Perli sowie aller demokratischen Parteien in Wolfenbüttel sind 400 Gegendemonstanten gefolgt, die sich bereits um 14 Uhr auf dem Platz eingefunden hatten.

 

Jürgen Kumlehn, Dr. Kristlieb Adloff und Probst Dr. Hans-Heinrich Schade gingen auf die Ereignisse von 1933 ein wo Nazis am Ort der NPD-Kundgebung Menschen zu Tode gequält haben.


Gegen 14:15 erschienen dann die Nazis auf den Platz. Das Bündnis gegen Rechts sorgte während der NPD-Kundgebung parallel und nur einige Meter voneinander entfernt für ein Rahmenprogramm aus Musik, welche lauter war als die Propaganda der NPD.


Der Wolfenbüttler Bürgermeister Thomas Pink und der Landrat Jörg Röhmann sprachen einige Worte zu den Teilnehmern der Gegenkundgebung.


Da die IG Metall auch einige Trillerpfeifen verteilt hatte, wurde durch das Rahmenprogramm vom „Bündnis gegen Rechts" und das Pfeifen der Gegendemonstranten die Kundgebung der NPD massiv gestört.


Nach über 70 Minuten musste die NPD-Kundgebung aufgelöst werden.

Die Gegenkundgebung war somit ein voller Erfolg.