02. September 2013   Aktuell

Landratswahlkampf bisher dröge und farblos: Wir mischen uns mit Fragen an die Kandidatinnen ein

Im Hinblick auf die bevorstehende Wahl einer Landrätin für den Kreis Wolfenbüttel am 22. September haben wir den beiden Kandidatinnen Christiana Steinbrügge (SPD) und Barbara Thiel (CDU) einen kurzen Fragenkatalog überreicht. Der bisherige Wahlkampf war ja recht farblos und dröge. Inhaltliche Unterschiede konnten wir bisher kaum ausmachen. Auch in unseren Arbeitsgruppen, während unserer Sprechzeiten und an den Infotischen bestätigte sich dieser Eindruck.

Wir haben uns bei den Fragen auf Themen beschränkt, die vor allem für unsere Wähler, Symphatisanten und Mitglieder interessant sein dürften. In enger Abstimmung mit unseren Gruppenvorsitzenden im Kreistag und Stadtrat, Victor Perli und Florian Röpke, entstand folgender Katalog:

 

  1. Wollen Sie für mehr soziale Gerechtigkeit im Landkreis Wolfenbüttel sorgen? Wenn ja: In welchen Bereichen sehen Sie Handlungsbedarf und welche konkreten Ideen haben Sie?
  2. Wie positionieren Sie sich zur Privatisierung von Kreisdienstleistungen? Sollte der Landkreis bestimmte Aufgaben an Privatunternehmen abgeben? Gibt es Bereiche in denen er zusätzliche Aufgaben übernehmen kann? Wenn ja, jeweils welche?
  3. Kommt für Sie in Betracht im Zuge interkommunaler Zusammenarbeit oder Strukturveränderungen Personal bei den Betrieben und der Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel abzubauen?  
  4. Unabhängig von der offenen Frage nach den Standorten: Für welche Schulformen sehen Sie einen vordringlichen Bedarf im Landkreis Wolfenbüttel? Wie bewerten Sie, dass aufgrund des geringen Angebots seit Jahren das Los darüber entscheidet, ob Eltern ihre Kinder an einer Integrierten Gesamtschule beschulen lassen können?
  5. Wie wollen Sie den ins Stocken geratenen Asse-Begleitprozess neu beleben, bei dem die Begleitgruppe und Bürgerinitiativen derzeit über mangelnden Einfluss klagen und Täuschungsmanöver des BfS als Betreiber und des Bundesumweltministeriums monieren? Wie kann die Information und Beteiligung der Bürger gestärkt werden?