22. Februar 2015   Aktuell

Dialog statt Abschuss - Röpke trifft Vertreter niedersächsischer Wölfe

Forian Röpke und Isegrim Lupis Forian Röpke und Isegrim Lupis

Der Kreisvorsitzende der Wolfenbütteler LINKEN, Florian Röpke, ergriff nun in der Debatte um die niedersächsischen Wölfe die Initiative. Er traf sich am Wochenende mit dem Vorsitzenden des Verbandes Niedersächsischer Wölfe (VNW), Isegrim Lupis, um über die Vorwürfe des Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg gegenüber den niedersächsischen Wölfen zu diskutieren.

Lupis beteuerte im Gespräch, dass das Image seiner Art seit dem Vorfall mit Rotkäppchen und dessen Großmutter zwar sehr gelitten habe, man seitdem aber konsequent um Schadensbegrenzung bemüht sei. So habe man die Rissquoten bei Haus- und Nutztieren auf ein Minimum von 5% reduziert und halte sich in der Regel von Menschen fern. „Wir haben uns rund 100 Jahre lang ganz aus Niedersachsen verabschiedet, um dem Aussöhnungsprozess die Zeit zu geben, die er braucht. Wir denken aber, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Rückkehr ist", so Lupis weiter.

Röpke betonte, dass seine Partei die Rückkehr der Wölfe begrüße und sie für eine Bereicherung für den niedersächsischen Naturraum halte. Bei Ergreifen der richtigen Maßnahmen durch Nutz- und Haustierhalter und respektvollem Sicherheitsabstand zwischen Wolf und Mensch sei sicher genug Platz und Wild für alle da. „Niemand hat in Niedersachsen Unterernährung durch Nahrungskonkurrenz zu befürchten. Die Jäger werden sicher froh sein, ein wenig von ihrer Arbeit bei der Forstpflege entlastet zu werden", so Röpke wörtlich.

Abschließend war man sich einig, dass es in der derzeitigen Situation noch verfrüht sei, über Abschussquoten zu diskutieren. „Lassen sie uns doch erst einmal ankommen und ein wenig natürliches Gleichgewicht in die niedersächsischen Wälder bringen", so Lupis. Der VNW stünde auch den anderen Parteien für konstruktive Gespräche zur Verfügung und bedankte sich für die Einladung. Man habe das Gefühl gehabt, ein gutes Stück weitergekommen zu sein.