Aktuell


19. Juli 2017   Aktuell

Goslarsche-Interview mit Victor Perli: „Soziale Sicherheit für alle schaffen“

Bundestagskandidat Victor PerliBundestagskandidat Victor Perli

Die Goslarsche Zeitung sprach mit Victor Perli, der für „Die Linke“ im Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel kandidiert. Er steht auf Platz vier der Landesliste, der durchaus Chancen auf einen Einzug in den Bundestag verheißt. Jede Frage musste in maximal 140 Zeichen beantworten werden.

Herr Perli, was reizt Sie an einem Mandat?

Es ist eine große Verantwortung, die Interessen der Wähler zu vertreten, die Regierung zu kontrollieren und an Verbesserungen zu arbeiten.

Warum halten Sie sich für geeignet, ein Mandat im Bundestag auszuüben?
Langjährige Erfahrung durch Ehrenamt, Beruf, Kommunal- und Landespolitik, hohe Motivation und volle Unterstützung von Familie und Freunden.

Welches werden Ihre inhaltlichen Schwerpunkte im Falle Ihrer Wahl in den Bundestag sein?

Das entscheidet die Fraktion nach der Wahl. Sicher: Themen unserer Region, soziale Gerechtigkeit und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.

Mit welchen Themen wollen Sie in den verbleibenden Wochen in Ihrem Wahlkreis um Stimmen werben?

Gute Arbeit ohne Niedriglohn/Befristung, Kinder-/Altersarmut bekämpfen, Arbeiter- und Mittelschicht entlasten, mehr Personal in Gesundheit.

Braucht Deutschland mehr Gerechtigkeit?

Ja. Die Reichen werden reicher, die Mittelschicht schrumpft, Arme werden zahlreicher. Die Linke will soziale Sicherheit für alle schaffen.

Muss sich die europäische Politik ändern, und wenn ja, wie?

Die EU muss sich ändern, um zu bleiben: Sozialstandards, Kooperation und Demokratisierung statt Dumpingwettlauf und Lobbyismus für Konzerne.

Türkei, Polen, Ungarn: Was tun mit diesen EU- und Nato-Partnern?

Rechtsbrüche, Grundrechteabbau und Deals mit Erdogan nicht mehr dulden. Europäische Friedenspolitik fördern, statt die Nato aufzurüsten.

Ist der Euro stabil?

Die Zentralbank stabilisiert mit Milliarden. Aber Merkel, Schäuble und Gabriel befördern Ungleichgewichte in der EU, statt sie zu bekämpfen.

Was halten Sie von Steuersenkungen?

Unser Steuerkonzept entlastet alle, die weniger als 7100 Euro brutto im Monat verdienen. Dazu eine Millionärssteuer für mehr Investitionen.

Nach der Wahl: Ihre Traumkoalition ist…?

Gregor Gysi oder Sahra Wagenknecht werden Bundeskanzler und verkünden in Anlehnung an Willy Brandt: „Wir wollen mehr Gerechtigkeit wagen.“

 

06. Juli 2017   Aktuell

Zu Besuch im Café Clara: „Arbeit der Einrichtung von unschätzbarem gesellschaftlichem Wert“

Bei einem Besuch im Café Clara, der Suchtanlaufstelle des Lukaswerks, informierten sich Vertreter der LINKEN im Kreistag und der Gruppe LINKE/Piraten im Stadtrat über die Arbeit der Einrichtung. Beim Kaffee mit der Leiterin der Fachambulanz, Simone Wieczorek, und dem Leiter des Cafés, Lukasz Pobieda, kamen sowohl Erfolge als auch Probleme der Wolfenbütteler Suchtberatung und Substitutionsbegleitung ungeschönt auf den Tisch. Die Ratsherren Florian Röpke (parteilos) und André Owczarek, sowie die Kreistagsabgeordneten Arnfred Stoppok und Hartmut Schulz, zeigten sich dabei von der Arbeit des kleinen Teams beeindruckt, aber zugleich auch erschreckt darüber, dass die personelle Situation und Akzeptanz in der Nachbarschaft nicht optimal ist.

Im Dialog zeichneten sich zwei Hauptproblemfelder ab. Zum einen sei es laut Sozialarbeiter Pobieda immer mal wieder zu Beschwerden aus der Nachbarschaft über die Präsenz der Besucher des Cafés im angrenzenden öffentlichen Raum gekommen. Da in der angegliederten Ausgabestelle für Heroinsubstitute derzeit rund 90 Menschen versorgt würden, ließe es sich aber einfach nicht vermeiden, dass einzelne Gruppen im Anschluss noch eine Zeitlang draußen beieinander stünden. Florian Röpke betonte, dass hier noch viele Vorurteile auszuräumen seien. Viele Bürger wüssten gar nicht so recht, dass das Café Clara vor allem dazu diene, Menschen, deren Sucht mit einem legalen Ersatzstoff behandelt wird, einen Ort des Rückzugs und einen Fixunkt für eine bessere Tagesstruktur zu bieten. Als Teil einer erfolgreichen Arbeit mit Suchtkranken sei dies in letzter Konsequenz zu tolerieren. Immerhin leiste die Einrichtung einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Suchtkriminalität. Die anderen Mandatsträger schlossen sich dieser Einschätzung an.

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13. Juni 2017   Aktuell

Für eine starke LINKE! Parteitag mit Aufbruchssignal

Dietmar Bartsch und Sahra WagenknechtDietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht

Hannover/Wolfenbüttel. Der Bundesparteitag der LINKEN hat am 11. Juni in Hannover das Programm für die Bundestagswahl beschlossen. An den drei Tagen war eine motivierte Aufbruchsstimmung zu spüren, die insbesondere in den gefeierten Reden der beiden Spitzenkandidaten Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sowie in denen der Parteivorsitzenden zum Ausdruck gekommen ist. 

13. Juni 2017   Aktuell

Abgeordneter Victor Perli

Bundestagskandidat Victor PerliBundestagskandidat Victor PerliVictor Perli aus Wolfenbüttel vertritt unsere Region seit der Bundestagswahl 2017 im Deutschen Bundestag. Perli ist 35 Jahre alt und Politikwissenschaftler. Zuvor arbeitete er als Geschäftsführer in einem Familienbetrieb. Er wurde als Sohn einer italienisch-niederländischen Arbeiterfamilie in Bad Oeynhausen geboren und ist 1993 in den Landkreis Wolfenbüttel gezogen. Perli absolvierte das Abitur am Wolfenbütteler Gymnasium im Schloss und studierte anschließend in Braunschweig und Potsdam. Während des Studiums arbeitete er u.a. bei mittelständischen Betrieben in Wolfenbüttel und für die damalige Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht.

Perli engagiert sich seit 2001 bei der LINKEN und ist Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, des Mieterbundes und der AG Schacht Konrad.

Politische Erfahrung sammelte er unter anderem als Fraktionschef im Wolfenbütteler Kreistag, als Bundessprecher der Linksjugend und als Landtagsabgeordneter von 2008 bis 2013. Derzeit ist er Vorsitzender der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, die landesweit als Förderin der politischen Bildung in Erscheinung tritt. Am 1. Juli erschien im Lit-Verlag sein politikwissenschaftliches Buch „Atommüll – Konfrontation und Kooperation bei der Endlagersuche“.

In Zeitungen wurde über Victor Perli geschrieben, er sei „eine der wahrnehmbarsten Figuren der Niedersachsen-Linken“ und „Niedersachsens unnachgiebigster Kämpfer gegen Uni-Gebühren“ (taz 2012), ein „sehr engagierter Abgeordneter“ und „selbstbewusster Redner“ (Braunschweiger Zeitung 2013) und sein Auftreten „voller aufrichtiger Euphorie“ (FAZ 2015).

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten auf seiner Internetseite: www.perli.de

 

29. Mai 2017   Aktuell

Zu Besuch im Bürgermuseum: „Die Geschichte dieser Stadt gehört allen Menschen“

DIE LINKE vor dem Besuch des Bürgermuseums: André Owczarek, Dieter Wiechenberg, Nadja Frick, Arnfred Stoppok (v.l.n.r.) Foto: privatDIE LINKE vor dem Besuch des Bürgermuseums: André Owczarek, Dieter Wiechenberg, Nadja Frick, Arnfred Stoppok (v.l.n.r.) Foto: privat

Vertreter des Kreisverbandes der Wolfenbütteler LINKEN haben am vergangenen Mittwoch das neue Wolfenbütteler Bürgermuseum besucht. Nach einer ausführlichen Besichtigung zog die Kreisvorsitzende, Nadja Frick, ein erstes Fazit: „Zunächst muss man festhalten, dass die Ausstellung handwerklich sehr gelungen ist. Effizient und modern sind die Exponate auf dem begrenzten Raum sinnvoll untergebracht, die Gestaltung der Wände fügt sich gut in die Architektur der Halle. Leider gibt es aus unserer Sicht aber bei der inhaltlichen Ausgestaltung eklatante Mängel."

Das Mitglied des Kulturausschusses des Stadtrates, André Owczarek, erläutert: „Die Geschichte der Arbeiterbewegung in Wolfenbüttel findet in der Ausstellung leider fast überhaupt keinen Platz. Weder Persönlichkeiten wie Samuel Spier, den man gut und gerne als Mitbegründer der Sozialdemokratie in Wolfenbüttel bezeichnen kann, noch linke Widerstandskämpfer wie Fritz Fischer finden irgendwo Erwähnung. Dies liegt sicher nicht am Mangel an Material, denn Flugschriften, Fotos bis hin zu Fahnen und Bannern sind in verschiedenen Nachlässen vorhanden. Man kommt leider nicht umhin, davon auszugehen, dass das „Bürger" im Namen sich nur auf die Klasse der Besitzbürger, nicht auf alle Bürger der Stadt bezieht."

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