Bundestagswahl 2017


Bundestagskandidat Victor PerliBundestagskandidat Victor Perli

Die Goslarsche Zeitung sprach mit Victor Perli, der für „Die Linke“ im Wahlkreis Salzgitter/Wolfenbüttel kandidiert. Er steht auf Platz vier der Landesliste, der durchaus Chancen auf einen Einzug in den Bundestag verheißt. Jede Frage musste in maximal 140 Zeichen beantworten werden.

Herr Perli, was reizt Sie an einem Mandat?

Es ist eine große Verantwortung, die Interessen der Wähler zu vertreten, die Regierung zu kontrollieren und an Verbesserungen zu arbeiten.

Warum halten Sie sich für geeignet, ein Mandat im Bundestag auszuüben?
Langjährige Erfahrung durch Ehrenamt, Beruf, Kommunal- und Landespolitik, hohe Motivation und volle Unterstützung von Familie und Freunden.

Welches werden Ihre inhaltlichen Schwerpunkte im Falle Ihrer Wahl in den Bundestag sein?

Das entscheidet die Fraktion nach der Wahl. Sicher: Themen unserer Region, soziale Gerechtigkeit und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.

Mit welchen Themen wollen Sie in den verbleibenden Wochen in Ihrem Wahlkreis um Stimmen werben?

Gute Arbeit ohne Niedriglohn/Befristung, Kinder-/Altersarmut bekämpfen, Arbeiter- und Mittelschicht entlasten, mehr Personal in Gesundheit.

Braucht Deutschland mehr Gerechtigkeit?

Ja. Die Reichen werden reicher, die Mittelschicht schrumpft, Arme werden zahlreicher. Die Linke will soziale Sicherheit für alle schaffen.

Muss sich die europäische Politik ändern, und wenn ja, wie?

Die EU muss sich ändern, um zu bleiben: Sozialstandards, Kooperation und Demokratisierung statt Dumpingwettlauf und Lobbyismus für Konzerne.

Türkei, Polen, Ungarn: Was tun mit diesen EU- und Nato-Partnern?

Rechtsbrüche, Grundrechteabbau und Deals mit Erdogan nicht mehr dulden. Europäische Friedenspolitik fördern, statt die Nato aufzurüsten.

Ist der Euro stabil?

Die Zentralbank stabilisiert mit Milliarden. Aber Merkel, Schäuble und Gabriel befördern Ungleichgewichte in der EU, statt sie zu bekämpfen.

Was halten Sie von Steuersenkungen?

Unser Steuerkonzept entlastet alle, die weniger als 7100 Euro brutto im Monat verdienen. Dazu eine Millionärssteuer für mehr Investitionen.

Nach der Wahl: Ihre Traumkoalition ist…?

Gregor Gysi oder Sahra Wagenknecht werden Bundeskanzler und verkünden in Anlehnung an Willy Brandt: „Wir wollen mehr Gerechtigkeit wagen.“

 

Bundestagskandidat Victor PerliBundestagskandidat Victor PerliVictor Perli aus Wolfenbüttel vertritt unsere Region seit der Bundestagswahl 2017 im Deutschen Bundestag. Perli ist 35 Jahre alt und Politikwissenschaftler. Zuvor arbeitete er als Geschäftsführer in einem Familienbetrieb. Er wurde als Sohn einer italienisch-niederländischen Arbeiterfamilie in Bad Oeynhausen geboren und ist 1993 in den Landkreis Wolfenbüttel gezogen. Perli absolvierte das Abitur am Wolfenbütteler Gymnasium im Schloss und studierte anschließend in Braunschweig und Potsdam. Während des Studiums arbeitete er u.a. bei mittelständischen Betrieben in Wolfenbüttel und für die damalige Europaabgeordnete Sahra Wagenknecht.

Perli engagiert sich seit 2001 bei der LINKEN und ist Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, des Mieterbundes und der AG Schacht Konrad.

Politische Erfahrung sammelte er unter anderem als Fraktionschef im Wolfenbütteler Kreistag, als Bundessprecher der Linksjugend und als Landtagsabgeordneter von 2008 bis 2013. Derzeit ist er Vorsitzender der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, die landesweit als Förderin der politischen Bildung in Erscheinung tritt. Am 1. Juli erschien im Lit-Verlag sein politikwissenschaftliches Buch „Atommüll – Konfrontation und Kooperation bei der Endlagersuche“.

In Zeitungen wurde über Victor Perli geschrieben, er sei „eine der wahrnehmbarsten Figuren der Niedersachsen-Linken“ und „Niedersachsens unnachgiebigster Kämpfer gegen Uni-Gebühren“ (taz 2012), ein „sehr engagierter Abgeordneter“ und „selbstbewusster Redner“ (Braunschweiger Zeitung 2013) und sein Auftreten „voller aufrichtiger Euphorie“ (FAZ 2015).

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten auf seiner Internetseite: www.perli.de

 

Dietmar Bartsch und Sahra WagenknechtDietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht

Hannover/Wolfenbüttel. Der Bundesparteitag der LINKEN hat am 11. Juni in Hannover das Programm für die Bundestagswahl beschlossen. An den drei Tagen war eine motivierte Aufbruchsstimmung zu spüren, die insbesondere in den gefeierten Reden der beiden Spitzenkandidaten Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sowie in denen der Parteivorsitzenden zum Ausdruck gekommen ist.