Perli kritisiert Gabriel - “Asse-Müll muss raus, aber nicht in Schacht Konrad!”
Wolfenbüttel. Der Fraktionsvize der LINKEN im Landtag, Victor Perli, hat kritisiert, dass der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Sigmar Gabriel auf die Einlagerung des rückgeholten Asse-Mülls in Schacht Konrad orientiert. Gabriel hatte bei einer Veranstaltung am 4. Januar in Kissenbrück geäußert, jeder müsse wissen, dass “das, was wir aus der Asse herausholen, mindestens zu ganz großen Teilen (...) in Konrad” eingelagert werde. “Für diese Behauptung gibt es bisher weder eine rechtliche Grundlage noch eine politische Entscheidung”, sagte Perli. Derzeit sei es von zentraler Bedeutung, dass möglichst viele Menschen, Verbände und Institutionen aus der Region Druck für eine schnelle Rückholung des Asse-Mülls auf die verantwortlichen Minister in Berlin und Hannover machen. “Spekulationen über künftige Lagerorte sind dafür nicht hilfreich.”
Castor-Transport schottert die Demokratie – Atomkraftgegner müssen das Bundesverdienstkreuz erhalten
Hannover. Ein Tag nach Ankunft des bisher längsten Castor-Transports nach Gorleben hat der umweltpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Kurt Herzog, ein gemischtes Fazit gezogen. Herzog lobte den kreativen, ausdauernden Protest der Castorgegner und bezeichnete die politisch Verantwortlichen als Verlierer des Castor-Transports: Alle beteiligten Genehmigungsbehörden hätten sich rechtswidrig über die Strahlen-Grenzwertüberschrei¬tungen hinweggesetzt und den Castor unrechtmäßig genehmigt. Ein weiteres Indiz dafür seien die neuesten Berechnungen der Staatsanwaltschaft Lüneburg. Diese hatte im Zusammenhang mit der Greenpeace-Klage gegen den Niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander einen Strahlenwert deutlich über dem sogenannten Eingreifswert ermittelt. „Deshalb hätte dieser Castor niemals genehmigt werden dürfen“, betonte Herzog.Weiterlesen...
Fragen der Braunschweiger Zeitung im Kommunalwahlkampf 2011 zu Asse II
1. Sind Sie für eine Rückholung des Atommülls aus Asse II?
DIE LINKE: Ja, nur die Rückholung des Atommülls bietet langfristige Sicherheit für Mensch und Umwelt in unserer Region. Dank des unermüdlichen Wirkens kritischer Bürger und Wissenschaftler ist es gelungen die ursprünglich geplante Flutung des Bergwerks zu verhindern, die in wenigen Jahrzehnten zum unkontrollierten Austritt von Radioaktivität hätte führen können. Aufgrund der Probleme mit der längerfristigen Standsicherheit muss die unverzügliche Rückholung bei allen Beteiligten die oberste Priorität genießen.
Fragen der Braunschweiger Zeitung im Kommunalwahlkampf 2011 zur Umweltpolitik
1. Was kann man im Landkreis noch zur CO2-Minderung tun?DIE LINKE: Vorrangig ist die Verminderung der Autoverkehrs durch deutliche Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie durch Ausbau (innerhalb Wolfenbüttels und der Strecke nach Braunschweig) und Erweiterung (Land- und Kreisstraßen) des Radwegenetzes. Außerdem muss die energetische Sanierung öffentlicher und privater Gebäude fortgesetzt werden. Und bei einem Bioenergiedorf (Beuchte) im Landkreis braucht es auch nicht zu bleiben. Weiterlesen...
Asse-Gutachten des TÜV Süd: Wieder eine Hiobsbotschaft für die Anwohner
Der TÜV Süd ist in einem Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass im Atommülllager Asse möglicherweise mehr Plutonium und Uran eingelagert wurden, als bisher bekannt. Dazu erklärte Victor Perli, Abgeordneter der Fraktion DIE LINKE im Landtag und Mitglied im Asse-Untersuchungsausschuss:
„Das ist wieder mal eine Hiobsbotschaft für die mittlerweile an Hiobsbotschaften gewöhnten Anwohner der Asse. Im Asse-Untersuchungsausschuss wurden viele Mängel aufgedeckt: Bei der Einlagerung des Atommülls ist viel falsch gelaufen und vertuscht worden. Es gibt immer noch keine sichere Gewissheit über das Inventar der Asse. Das Gutachten ist eine weitere Aufforderung an die zuständigen Stellen, das Tempo bei der Vorbereitung der Rückholung endlich zu erhöhen .“
Von Asse II geht keine Gefahr aus?
aus einer Information der Wolfenbütteler Atom-Ausstiegs-Gruppe
Als Ende des vergangenen Jahres die Häufung von Krebsfällen in der Umgebung der Asse für bundesweites Aufsehen sorgten, war das Bundesumweltministerium schnell dabei zu erklären, die vermehrten Krebsfälle könnten nicht durch die Strahlenbelastung durch Asse II erklärt werden Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erklärte am Mittwoch, den 23.2.2011, auf einer Informationsveranstaltung in Wolfenbüttel, dass in der Umgebung der Asse alle Grenzwerte nach der Strahlenschutzverordnung eingehalten werden.
Kann deshalb ausgeschlossen werden, dass die Krebsfälle auf den Betrieb von Asse II zurückzuführen sind? Sorgt das Einhalten der Grenzwerte aus der Strahlenschutzverordnung tatsächlich für Sicherheit?
Wie sind diese Grenzwerte entstanden?