Fragen der Braunschweiger Zeitung im Kommunalwahlkampf 2011 zur Bildungspolitik
1. Sind Sie für eine zweite Gesamtschule im Kreis Wolfenbüttel und wenn ja an welchem Standort?DIE LINKE: DIE LINKE ist für zwei neue Gesamtschulen, weil sonst nicht alle Kinder auf ihre Wunschschule gehen können. Rund 60 Prozent der Bewerber zur erfolgreichen IGS Wallstraße sind abgelehnt worden. Als Standort für die 2. IGS kommt wegen der zentralen Lage Remlingen in Frage. Die 3. IGS sollte in Sickte, Schladen oder Wolfenbüttel eröffnet werden, entscheidend ist für uns die Bedarfsabfrage bei den Eltern. Nur mit der IGS können alle Schulabschlüsse - auch das Abitur - wohnortnah angeboten und Fahrtkosten verringert werden. Weiterlesen...
IGS West: CDU will Schulstandort retten
Die Ohrfeige des Verwaltungsgerichtes für die Stadtverwaltung wegen der illegalen Schulbezirkssatzung hat auch die bildungsbürgerliche CDU nachdenken lassen. Demnach haben alle Schüler aus dem Landkreis künftig das Recht, ihre Sekundarschule selbst zu wählen.
Die schwindenden Anmeldungen für die traditionellen Wolfenbütteler Gymnasien, insbesondere das THG, lassen nun auch diejenigen aufhorchen, die bislang die IGS abgelehnt bzw. verteufelt haben. Originalton BM Pink:" Solange ich Bürgermeister bin, wird es in Wolfenbüttel keine IGS geben". Aber wachsender Zuspruch der Eltern und Schüler drücken sich in stegenden Anmeldezahlen für die IGS Wallstraße aus. Diesen Erfolg möchte man jedoch nicht dem Landkreis als Schulträger überlassen, der der Stadt die schmähliche Niederlage vor dem Verwaltungsgericht verpasst hatte.
Was liegt da also näher, als dem Prinzip zu folgen: "Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern" und dem "Schülermarkt" zu folgen und das eigene Schulangebot der Nachfrage anzupassen. Oberschule hin oder her, das können gefälligst die Landkreisgemeinden machen (wenn sie denn nicht auch lieber eine IGS wollen).
Die neue IGS könnte z.B. als "nachwachsende IGS" im THG untergebracht werden, dem Wolfenbütteler Gymnasium mit dem stärksten Schülerschwund. Woran der wohl liegt!?
Anliegend:
- unsere Presseerklärung dazu
- der BZ-Artikel
- der CDU-Antrag
Wolfenbütteler Linke für zweite IGS im Kreis Wolfenbüttel
Die Wolfenbütteler Linken haben sich für die Gründung einer zweiten Integrierten Gesamtschule (IGS) im Landkreis ausgesprochen. "Sowohl die Anmeldezahlen zur IGS Wallstraße als auch die Elternbefragung des Landkreises haben gezeigt, dass ein unmittelbarer Bedarf für weitere Gesamtschulen im Landkreis vorhanden ist. Die Einrichtung einer zweiten IGS ist Elternwunsch und muss schulpolitisch die oberste Priorität haben? sagte Jürgen Hartmann, Ratsherr der Linken. Als mögliche Standorte kämen Schladen, Schöppenstedt und Sickte in Frage.
Weiterlesen...Schulwahl mit den Füßen - Gymnasien verlieren Schüler
Nun ist es aktenkundig: Viele Eltern wollen ihre Kinder lieber auf die Integrierte Gesamtschule (IGS) als auf die klassischen Schulen schicken. 329 Anmeldungen auf die 150 Plätze der neuen IGS Wallstraße bedeuten, dass mehr als jede zweite Bewerbung abgelehnt werden musste. Der Bedarf für eine zweite IGS im Landkreis ist offensichtlich.
Besonderer Bedarf besteht im Nordosten des Landkreises (Cremlingen und Sickte), da den dortigen Schülern die Aufnahme in die Braunschweiger IGS verwehrt ist, obwohl die neue vierte Braunschweiger IGS in Volkmarode direkt an der östlichen Stadtgrenze liegt. Hierdurch wird die Notwendigkeit eines regionalen Schulwahlrechtes überdeutlich. Das Beharren der Stadt Wolfenbüttel auf dem alleinigen Beschulungsrecht für alle Landkreisschüler erinnert an frühere "Kleinstaaterei" und sollte vom Verwaltungsgericht als unrechtmäßig abgewiesen werden.
Weiterlesen...FDP will jährlich bis zu 7250 Lehrer rausschmeißen
Finanzminister Möllring hat errechnet, dass in den nächsten Jahren zusätzlich zu den in Rente gehenden Lehrern pro Jahr bis zu 7250 Lehrer überflüssig sind. Die will er aus Kostengründen einsparen, am liebsten entlassen.
Von der Idee, bei abnehmenden Schülerzahlen endlich die Klassenstärken reduzieren und zusätzliche Angebote an Ganztagsschulen zu schaffen zu können, sind unsere Liberalen (Freibeuter ?) weit entfernt. Hauptsache die Steuern sinken!
Zum BZ-Artikel vom 05.03.2010