26. Januar 2010   Aktuell
Wulff plant Doppelschlag gegen Niedersachsens Lehrerinnen und Lehrer – Stellenkürzungen und höheres Renteneintrittsalter

DIE LINKE im Landtag hat die aktuelle Überlegung von Ministerpräsident Christian Wulff, das Renteneintrittsalter von Beamten in Niedersachsen von 65 auf 67 anzuheben, scharf kritisiert. „Damit plant die Landesregierung einen Doppelschlag gegen die niedersächsischen Lehrerinnen und Lehrer: Sie will Lehrerstellen kürzen und das Pensionsalter anheben“, sagte Dr. Manfred Sohn, Vorsitzender der Linksfraktion. Er wies darauf hin, dass etwa 60 Prozent der niedersächsischen Beamten Lehrer sind.
Die Landesregierung müsse mit ihrer Praxis aufhören, den Landeshaushalt auf Kosten der Beamtinnen und Beamten zu sanieren. Die Rente ab 67 sei insgesamt unsinnig, sie widerspreche den Realitäten am Arbeitsmarkt: Das faktische durchschnittliche Renteneintrittsalter betrage etwa 63 Jahre und liege somit schon jetzt unter dem derzeit noch geltenden gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren. Bereits heute gehe mehr als die Hälfte der Beschäftigten mit Abschlägen in Rente, vielen drohe Altersarmut.  „Es ist falsch, diesen Blödsinn jetzt auch auf Beamte auszudehnen“, sagte Sohn.

 

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