Wolfenbüttel gehört uns allen
Bei der Kommunalwahl am 13.09.2026 entscheiden wir, wohin sich Wolfenbüttel, die Ortsteile und der Landkreis entwickeln. Gerade jetzt braucht es eine starke soziale linke Stimme in den Räten. Während viele Parteien nach rechts rücken, Menschen gegeneinander ausspielen, Kürzungen vorbereiten und Aufrüstung wichtiger nehmen als Schulen, Wohnungen, Pflege und Busverkehr, setzen wir auf soziale Sicherheit, bezahlbares Leben und eine Stadt, die für alle da ist.
Wir machen Politik für Mieter, Beschäftigte, Erwerbslose, Rentner, Alleinerziehende, Azubis, Studierende, Familien und alle, die sonst viel zu selten gehört werden. Vor uns liegen große Aufgaben: Klimaanpassung, Energiewende, Mobilitätswende, bezahlbares Wohnen und der Erhalt öffentlicher Infrastruktur. Vieles davon wurde viel zu lange verschoben oder nur halbherzig angegangen. Für uns ist klar: Diese Veränderungen müssen sozial gerecht gestaltet werden – nicht auf dem Rücken der Menschen, die ohnehin jeden Euro umdrehen müssen.
Kommunalpolitik prägt ganz konkret, wie der Alltag vor Ort aussieht: Gibt es bezahlbare Wohnungen? Fährt der Bus? Sind Kita, Schule, Stadtbad und Krankenhaus erreichbar? Gibt es Orte für Jugendliche, Kultur, Beratung und Begegnung? Für uns ist klar: Eine Stadt wird nicht sicherer durch Ausgrenzung, sondern durch soziale Sicherheit und gute öffentliche Angebote.
Unser Ziel ist eine Stadt und ein Landkreis für alle – nicht für wenige. Sozialismus heißt für uns vor Ort: Öffentliche Infrastruktur gehört gestärkt, nicht verkauft; Grundversorgung darf nicht vom Markt abhängen; und nicht alles, was Menschen brauchen, muss sich finanziell „rechnen“. Wohnen, Energie, Mobilität, Bildung, Gesundheit und Klimaanpassung brauchen demokratische Planung – nicht Profitlogik, Privatisierung und kurzfristige Einsparungen.
In alle Kürze:
Teilhabe darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Kinderbetreuung, Mittagessen, Lernmittel und digitale Endgeräte dürfen Familien nicht zusätzlich belasten. Wir wollen gebührenfreie und verlässliche Kinderbetreuung, kostenfreies Mittagessen sowie Lernmittel und Endgeräte ohne Zusatzkosten.
Kinder und Jugendliche brauchen Räume, die nicht vom Konsum abhängen. Deshalb wollen wir Jugendräume, Kulturangebote, Sportstätten, Vereine und Schwimmmöglichkeiten stärken. Wer soziale Unterstützung braucht, darf nicht von einer Stelle zur nächsten geschickt werden. Beratungsangebote, Schutz vor Gewalt, Gleichstellung und Unterstützung im Alltag müssen zuverlässig erreichbar sein.
Wohnen ist kein Luxus, sondern Grundbedürfnis. Wir wollen Mieten langfristig stabilisieren, kommunale Wohnungen ausbauen, Leerstand erfassen, Bodenspekulation verhindern und Vorkaufsrechte konsequent prüfen und nutzen.
Energie, Wärme, Wasser, Stadtbad, Krankenhaus und öffentliche Infrastruktur gehören inöffentliche Verantwortung. Die Stadtwerke müssen am Gemeinwohl ausgerichtet werden: bezahlbare Energie, transparente Gewinne, soziale Tarife, Investitionen in Wärmewende und gute Arbeitsbedingungen statt Profitlogik.
Das fossile Gasnetz hat keine dauerhafte Zukunft. Wir wollen eine sozial gerechte Wärmeplanung, Wärmenetze für die Innenstadt und mehr lokale Beteiligung an erneuerbarer Energie – durch Bürgerenergie, kommunale Speicher und langfristige Abnahmeverträge.
Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht durch Leerstand und Durchgangsverkehr, sondern durch Orte, an denen Menschen gerne bleiben. Davon profitieren auch Wochenmarkt, kleine Läden, Cafés, Kultur und Gastronomie. Wer Aufenthalt ermöglicht, stärkt Begegnung und lokales Leben – statt nur austauschbare Konsumflächen zu verwalten. Eine Stadt muss auch für Menschen funktionieren, die sich ausruhen, treffen, abkühlen, warten oder einfach nur da sein wollen.
Dafür braucht Wolfenbüttel mehr Bänke, öffentliche Toiletten, Trinkwasser, Schatten und Grünflächen. Der Schlossplatz und andere Hitzeinseln müssen entsiegelt und begrünt werden. Das ist keine Kosmetik, sondern Teil einer sozialen und klimaangepassten Stadt.
Städtische Räume und Gebäude müssen für Vereine, Initiativen, Kultur, Jugendgruppen und Nachbarschaft einfacher nutzbar werden. Eine soziale Stadt erkennt man daran, ob Menschen sich dort aufhalten können, ohne etwas kaufen zu müssen.
Mobilität muss im Alltag funktionieren – verlässlich, bezahlbar und für alle zugänglich. Wer nicht zuverlässig zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt, zum Einkaufen oder in die Freizeit kommt, wird ausgeschlossen.
Ein Schüler*innen- und Sozialticket darf keine finanziellen Hürden haben. Zudem braucht Wolfenbüttel eine kostenfreie Kurzstrecke: fünf Haltestellen gratis. Langfristig soll der öffentliche Nahverkehr Schritt für Schritt kostenfrei nutzbar werden – aber nur zusammen mit besseren Takten, verlässlichen Anschlüssen, guten Verbindungen in die Ortsteile und die Region sowie sicheren Wegen zur Haltestelle.
Radwege, Schulwege und Pendelrouten müssen sicherer werden. Wer zu Fuß, mit dem Rad, mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Bus unterwegs ist, braucht eine Infrastruktur, die das ganze Jahr funktioniert. Die Busflotte soll emissionsfrei werden – aber nicht auf Kosten steigender Fahrpreise.
In einer älter werdenden Gesellschaft darf Gesundheit nicht dem Markt überlassen werden. Das kommunale Krankenhaus in Wolfenbüttel muss erhalten und gestärkt werden. Medizinische Versorgung darf sich nicht danach richten, ob sie sich für private Anbieter lohnt.
Gesundheit endet nicht im Krankenhaus. Hausärztliche Versorgung, Facharzttermine, psychische Gesundheit, Pflege, Beratung, Prävention und soziale Unterstützung müssen besser zusammengedacht werden. Dafür braucht es wohnortnahe und dezentrale Gesundheitszentren – besonders in den ländlichen Teilen des Landkreises Wolfenbüttel: kurze Wege, verschiedene Hilfen an einem Ort und Versorgung, bevor aus Problemen Krisen werden.
Pflegeberatung, Entlastung für Angehörige und niedrigschwellige Hilfen müssen ausgebaut werden. Alle Menschen müssen die gesundheitliche Versorgung und soziale Unterstützung erhalten, die sie brauchen – unabhängig von Einkommen, Alter, Geschlecht, körperlichen Voraussetzungen oder sozialer Lage.
Eine offene Gesellschaft entsteht nicht von selbst. Demokratie lebt nicht nur vom Wählen, sondern davon, dass Menschen informiert sind, mitreden können und erleben, dass ihre Anliegen ernst genommen werden.
Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit und rechte Hetze müssen klar benannt und zurückgedrängt werden. Schulen, Vereine, Kulturorte, demokratische Initiativen und Bündnisse brauchen dafür verlässliche Unterstützung.
Sicherheit bedeutet für uns mehr als Ordnungspolitik. Menschen müssen vor Gewalt, Bedrohung und Diskriminierung geschützt werden. Schulsozialarbeit, Erinnerungskultur, Beratungsangebote und echte Beteiligung müssen ausgebaut werden. Schulen und Jugendangebote sollen Orte demokratischer Bildung und sozialer Unterstützung sein – nicht Orte der Militarisierung.
Niemals alleine, immer gemeinsam.
Zum Abschluss
Ja, soziale Politik kostet Geld. Aber wer notwendige Investitionen immer weiter verschiebt, spart nicht wirklich: Schulen, Kitas, Straßen, Radwege, Busverbindungen, Stadtbad, Krankenhaus und soziale Angebote müssen gepflegt und rechtzeitig erneuert werden. Sonst steigen später die Kosten – durch teurere Reparaturen, schlechtere Versorgung, soziale Folgekosten und Klimaschäden. Kommunen brauchen dafür mehr Geld von Bund und Land. Gleichzeitig werden auch vor Ort Prioritäten gesetzt. Mehr dazu steht in unserem vollständigen Programm online.
Wolfenbüttel gehört uns allen.
Damit eine starke Linke auch starke Forderungen stellen kann, braucht es Menschen, die mitmachen: mit Ideen, Kritik, Alltagserfahrung, im Wahlkampf oder als Mitglied.
Wer soziale Politik will, muss sie gemeinsam erkämpfen!
Flyer als pdf
- Flyer_final.pdf PDF-Datei (2 MB)
